Dass man in einer Krisenzeit schauen müsse, wo das Geld ist, ist mehr als geboten.
Angesichts der angespannten Budgetlage fordert am Sonntag, 15.2.2026 in der ORF-„Pressestunde“ AK-Präsidentin Renate Anderl (SPÖ) eine Reichen- und Erbschaftssteuer. Sie werde auch die entsprechende Petition der Grünen unterschreiben, sagte sie.
Neben Steuern für Reiche kann sich Anderl auch eine höhere Bankenabgabe sowie eine Rücknahme der Senkung der Körperschaftsteuer vorstellen. Sie dachte in der „Pressestunde“ auch härtere Strafen für Betriebe an, die Überstunden nicht korrekt ausbezahlen. Den Beschäftigten würde hier jährlich rund eine Milliarde an Entgelten entgehen.
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Es wäre ja gleichsam ein Wunder, wenn nicht postwendend seitens der Wirtschaft und der FPÖ die Aussage der AK-Präsidentin auf harsche Ablehnung stößt.
Wobei die Ablehnung seitens der ÖVP dominierten Wirtschaft noch irgendwie erklärlich ist (... wir sind die Hure der Reichen, © Thomas Schmid), sorgt die Ablehnung der Blauen doch für Verwirrung, zumal sie sich doch stets als Schutzherren (ohne Frauen!) des 'Kleinen Mannes' inszenieren. Lässt sich wohl nicht anders erklären, als würde auf einmal das linke Bein plötzlich rechts vom rechten Bein aus dem Rumpf herausragen. Anatomisch natürlich ein Schwachsinn, aber in Erzählungen offenbar möglich.