Standpunkt 88: "Österreich ist mit seiner Nicht-Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen europäischer Außenseiter"

Österreich ist eines der Länder mit der höchsten Vermögenskonzentration in der EU. Die negativen Folgen dieser frappierenden Ungleichheit reichen von mangelnder Chancengerechtigkeit über Machtverschiebungen in der Demokratie bis zur Verschärfung der Klimakrise. Über Erbschaften wird diese Ungleichheit über Generationen weitergegeben. Durch eine neue Studie der Europäischen Kommission erhält die Diskussion um eine Besteuerung von Erbschaften nun neuen Rückenwind.

Die OECD rät Österreich schon seit Jahren zu einer Einführung einer Erbschafts- und Schenkungsteuer. Denn Österreich hat nicht nur eine hohe Vermögensungleichheit, sondern auch besonders niedrige Steuern auf Vermögen. Auch die Europäische Kommission hat im Jahr 2020 die Einführung von Erbschaftssteuern empfohlen. Nun ist eine von ihr in Auftrag gegebene Studie erschienen.

Gerade in Zeiten knapper Budgets könnten Einnahmen aus vermögensbezogenen Steuern wie einer Erbschafts- und Schenkungssteuer einen wichtigen Beitrag leisten.

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Und warum ist das - immer noch - so?

Sind wir Österreicher gerade in Bezug auf Erbschafts- und Vermögenssteuer denn tatsächlich so etwas wie eine indoktrinierte Gesellschaft?

Posted by Allé Wilfried Wednesday, June 3, 2026 10:00:00 AM Categories: Soziales Standpunkt Steuern, Finanzen
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