Seit dem Auslaufen der Erbschaftssteuer 2008 ...

Seit dem Auslaufen der Erbschaftssteuer 2008 haben die Erb*innen der 100 reichsten Österreicher*innen 76,4 Milliarden Euro geerbt – ohne dafür einen einzigen Euro Steuerbeitrag zu leisten. Das entspricht durchschnittlich 4,2 Milliarden Euro pro Jahr. Um eine vergleichbare Summe durch Arbeit zu verdienen, müssten rund 82.000 Menschen ein ganzes Jahr lang arbeiten und Steuern zahlen – nahezu ganz Klagenfurt.

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Attac-Recherche, die die Erbfälle der Trend-Listen der 100 reichsten Österreicher*innen seit 2008 auswertet. Es ist der bislang umfassendste Bericht über die Erbschaften der reichsten Menschen in Österreich. Allein die 10 größten Erbschaften in Österreich summierten sich im untersuchten Zeitraum auf mehr als 51 Milliarden Euro.

Jährliches Erbvolumen der 100 Reichsten von 2008 bis 2025 in Mrd. Euro:

Das Auslaufen der Erbschaftssteuer schuf somit ein milliardenschweres Steuerprivileg. Hätte Österreich die Erbschaftssteuer reformiert statt abgeschafft, hätten allein von den allerreichsten Erb*innen – je nach Modell – zwischen 26,4 und 36,2 Milliarden Euro eingenommen werden können. Das sind durchschnittlich zwischen 1,5 und 2,0 Milliarden Euro an jährlich verlorenen Steuereinnahmen und damit fast der Betrag, der aktuell an Budgetkürzungen im Raum steht.

Monday, June 8, 2026 12:11:00 PM
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re: Seit dem Auslaufen der Erbschaftssteuer 2008 ...

Monday, June 8, 2026 12:57:11 PM Allé Wilfried

Ich befürworte die Erbschaftssteuer sehr, es geht ja um ein erwerbsloses Einkommen. Selbst wenn ich erben würde, einen angemessenen Betrag würde ich gern akzeptieren.
Menschen die ein Haus / Grunstück auch unter 1 Mio. erben argumentieren oft sie hätten zu wenig Einkommen für eine Erbschaftssteuerleistung.Hier könnte eine Art „Steuermiete“ abhelfen, die Erben zahlen z.B. 10 Jahre lang eine angemessene „Miete“ ans Finanzamt bis die Erbschaftssteuer getilgt ist.
Schliesslich erben diese Menschen nicht nur das Objekt, das einen Wert darstellt. Sie ersparen sich lebenslang Wohnkosten.
Sollte jemand mit dem Argument kommen, das Haus müsse erhalten werden und das kostet, nehme ich ihm die Belastung incl. Haus gern ab.

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