Mehr Fachkräfte? Frauen entlasten!

Frauen sind der Schlüssel zur Sicherung des Fach­kräfte­an­ge­bots für Öster­reich. Ihr Po­ten­zial kann sich voll ent­fal­ten, wenn Frauen von der Care-Arbeit ent­las­tet wer­den: So­zial­staat und ge­sell­schaft­li­cher Wohl­stand profi­tieren.

Pensionierungen, neue Technologien und Ökolo­gi­sie­rung der Wirt­schaft ver­schär­fen die große Lücke von Fach­kräf­ten. Die Ta­lente von Frauen wer­den un­zu­rei­chend ge­nutzt und unter­schätzt. Ein wich­ti­ger, lange ge­for­der­ter Schritt, um die­ses Di­lem­ma zu lö­sen, ist die Gleich­stel­lung von Frauen und Män­nern in Er­werbs- und Ver­sor­gungs­ar­beit, unter­stützt durch quali­ta­tiv hoch­wer­ti­ge staat­li­che Be­treu­ungs­ein­rich­tungen für Min­der­jäh­rige und Pflege­bedürftige.

Nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa fehlen Fach­kräfte in unter­schied­li­chen Bran­chen: Tech­nik, Hand­werk, Ge­sund­heits­we­sen, Kin­der­be­treu­ung, Ver­kehrs­wesen etc. Be­son­ders drü­ckend ist der Per­so­nal­be­darf in den so­ge­nannten system­rele­vanten Branchen. Überall dort, wo ohne diese Ar­beits­leis­tung ein nor­maler All­tag nicht auf­recht­er­hal­ten wer­den kann: Ener­gie- und Was­ser­ver­sor­gung, Tele­kom­muni­ka­tion, Ver­wal­tung, öffent­liche Sicher­heit, Ge­sund­heits­wesen usw.

Frauen leisten die meiste unbezahlte Arbeit wie Haus­arbeit, Kinder­be­treuung und Pflege (4,3 Stun­den täg­lich) und ver­die­nen mit Teil­zeit­jobs „dazu“ (1 Mil­lion Frauen in Teil­zeit!). Feh­lende Infra­struk­tur ver­stei­nert diese Rol­len­auf­tei­lung (nur 30 Pro­zent der unter Drei­jähri­gen haben einen Kin­der­be­treu­ungsplatz).

Damit sich Frauen und Männer in allen Berufen und Tätig­kei­ten be­wäh­ren kön­nen, muss Er­werbs­ar­beit ge­recht ent­lohnt wer­den. Das ist bis heute nicht aus­rei­chend gut um­ge­setzt! Frauen ver­die­nen für die­selbe Ar­beits­leis­tung - leider zu oft - immer noch weni­ger als Män­ner. Die­ses Miss­ver­hält­nis wirkt sich nicht nur im ak­ti­ven Be­rufs­leben aus, es be­wirkt auch ge­rin­gere Pen­sions­aus­zah­lungen, weil der - ge­rin­gere - Brut­to­lohn auch ge­rin­gere Bei­trags­zah­lun­gen ins Pen­sions­sys­tem nach sich zieht. Die logi­sche Fol­ge­rung ist: Auch weni­ger Pen­sion im Ruhestand.

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Posted by Allé Wilfried Tuesday, March 3, 2026 9:21:00 AM Categories: Frauen Soziales
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