
Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa ährt sich zum 81. Mal. Seit 2013 findet am Wiener Heldenplatz das Fest der Freude statt, das ein starkes öffentliches Zeichen des Erinnerns an die Opfer des Nazi-Terrors sowie für eine klare Haltung für Demokratie, Menschenrechte und ein friedliches Zusammenleben setzt. 2026 steht die Auseinandersetzung mit „Tätern und Täterinnen im Nationalsozialismus“ im Mittelpunkt. Nach der Eröffnung um 19.30 Uhr durch Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich, und einer Videobotschaft von Bundespräsident Alexander van der Bellen steht morgen die Rede der Zeitzeugin Lucy Waldstein im Zentrum. Waldstein musste als 8-Jährige 1938 mit ihrer Familie aus Wien fliehen. Ihre Lebensgeschichte ist geprägt von Exil, Trennung und Neubeginn – und steht exemplarisch für die Erfahrungen vieler Menschen, die vor der nationalsozialistischen Verfolgung fliehen mussten. Die Wiener Symphoniker spielen dieses Jahr zusammen mit der australischen Sopranistin Eleanor Lyons und der österreichischen Künstlerin Magda. Den Abschluss des Konzerts bildet wie jedes Jahr Beethovens „Ode an die Freude“. ORF III überträgt den Festakt und präsentiert am 8. Mai einen umfangreichen Schwerpunkt zum Thema.